Mit Genugtuung sehen wir auf das Geleistete zurück
Wie in jedem Jahrbuch beginnt auch in diesem das letzte Jahr im Dezember und endet im November dieses Jahres. Im vergangenen Jahr gab es außerordentlich viele Ereignisse, Aktivitäten und Entwicklungen, viele Termine, gesellige Treffen, eine Menge von literarischem Schaffen, von Kulturereignissen und unternationaler Zusammenarbeit. Termine folgten aufeinander, hielten uns in Atem und bestimmten unser Arbeitstempo. Aber es hat sich gelohnt – wir können mit Genugtuung auf das Geleistete zurückblicken. Das Jahr begann im
Dezember 2007 – Das zentrale Ereignis für unseren Verein stellte so wie jedes Jahr die zweisprachige Weihnachtsfeier dar, die auch dieses Mal im Kasinosaal des Nationaltheaters in Marburg stattfand. Auch diesmal wurde die Veranstaltung zusammen mit dem Sprachenbüro Lindiè organisiert und durchgeführt. Mit ihrem Besuch bei unserer Feier beehrten uns die Vertreter der Botschaften der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland in Laibach, viele Freunde aus Graz und aus unserem Marburg. Ganz besonders hat es uns gefreut, dass der Vizebürgermeister der Stadt Marburg Herr Andrej Verliè unsere Veranstaltung besucht und uns mit einer kurzen Ansprache bedacht hat. Allen Teilnehmern wünschte er eine angenehme und gemeinsame Zukunft trotz der Vielfalt der Sprachen, Volkszugehörigkeiten und Rassen. Unter der Leitung der Deutschlehrerinnen Maja Miklavc und Mag. Katarina Vedernjak führten die Kinder, die im Sprachenbüro Lindiè deutsch lernen, und die Kinder, die in unserem Verein die Sprachenworkshops besuchen, das Kinderspiel »Pantoffelmieze« in deutscher und slowenischer Sprache sehr erfolgreich auf. Die Veranstaltung wurde ergänzt durch die Mitglieder des Kinderchors der Grundschule Rado Robiè aus Limbuš. Die Vorstellung fand bei den Zuschauern großen Anklang. Zum Ausklang des Feier verbrachten wir den Abend zusammen mit unseren Gästen bei Süßigkeiten, einem Gläschen steirischem Wein und einem angeregten Gespräch in den Räumen unseres Vereins.
Aber das war erst der Anfang des Dezembers. Es folgte ein Besuch bei der Ombudsfrau für Menschenrechte Dr. Zdenka Èebašek-Travnik in Laibach. Die Vertreter unseres Vereins und des »Gottscheer Altsiedler Vereins« legten ihr unsere Bemühungen um die Anerkennung als offizielle Minderheit dar, schilderten unsere nicht beneidenswerte Lage als nicht anerkannte deutsche Minderheit und die negativen Folgen dieser gegenwärtigen Stellung sowohl in rechtlicher als auch in finanzieller Hinsicht. Sie zeigte Verständnis für unsere Anliegen und versprach, sie werde sich an die Regierung und ihre dafür zuständigen Stellen wenden. Dabei wies sie darauf hin, dass sie die Rechte aller ethnischen Gruppen in Slowenien unterstütze und achte, denn jede bringt einen Teil ihrer Kultur in den slowenischen Raum ein. Sie betonte, dass sich Slowenien seines Kulturreichtums und des vielfältigen Kulturerbes der Minderheiten mehr bewusst sein müsste.
Mit Mitgliedern unseres Vereins machten wir einen Ausflug ins Salzkammergut, in den idyllischen und weltbekannten Ort Wolfgang am See, fuhren über den Wolfgangsee, besichtigten das weihnachtlich geschmückte St. Gilgen, den Geburtsort von Mozarts Mutter, fuhren mit Fiakern durch das »kaiserliche« Bad Ischl und bewunderten die wunderschönen Gebäude und Fassaden dieses alten mondänen Städtchens.
Noch vor Weihnachten kamen wir zusammen mit dem Gottscheer Altsiedler Verein einer Einladung der Kärntner Landesregierung nach und nahmen an der Feier der Öffnung der Schengengrenze an der österreichischen Seite des Karawankentunnels teil. Das Jahresende wurde dann von unseren Vereinsmitgliedern gemeinsam in unseren Vereinsräumen begangen.
Januar 2008 – Für unsere Vereinsmitglieder liefen Deutschkurs, Konversationsrunde, Zeichnungs- und Malstunden, Computerkurs und das angenehme Beisammensein weiter und für die Kinder die Sprachworkshops. Anfang des Jahres gab es viel zu tun mit der Fertigstellung und den letzen Lektorkorrekturen unseres Sammelbandes für das Jahr 2007, der gegen Ende des Monats fertig gedruckt war. Mit Stolz und Freude blätterten wir durch die ersten Exemplare. Besonders die Literaturgruppe. Ein besonderes Ereignis war unser Besuch in Wien beim Klubobmann der ÖVP im Nationalrat Wolfgang Schüssel und dem Abgeordneten zum Nationalrat Herrn Norbert Kapeller. Es war von der Lage der deutschen Minderheit in Slowenien und vom österreichisch-slowenischen Kulturabkommen die Rede und zwar von jenem Teil, in dem von der deutschen Volksgruppe (im slowenischen Text von den »ethnischen Gruppe«) die Rede ist, was uns Deutschen in Slowenien leider nichts gebracht hat – außer dem Buchstaben auf dem Papier, weil es nicht umgesetzt wird. Am Besuch nahmen wir zusammen mit Vertretern des »Gottscheer Altsiedler Vereins« teil.
Februar 2008 – Fortgesetzt wurden Deutschkurs, Computerkurs, Zeichnungs- und Malrunde, die deutsche Konversation und die Sprachworkshops. Vereinbart wurde der Vereinsausflug im Frühjahr, ausgearbeitet der Arbeitsplan und die Beiträge und Vorbereitungen für den »Tag der Literatur der deutschen Minderheit in Slowenien« im Rahmen der »Slowenischen Woche des Buches« in Marburg, der von unserem Verein zusammen mit dem Jugendzentrum Marburg organisiert wurde. Diese Buchwoche hat noch einen Zusatztitel »Wenn das Buch dich schreibt«. Bei dieser Gelegenheit würden wir außer der Teilnahme an der Tagung zum Thema »Die Literatur der deutschen Minderheit im slowenischen Raum« auch unser neuestes Jahrbuch vorstellen, geplant wurde auch eine Märchenstunde in deutscher Sprache auf dem Schlossplatz in Marburg.
März 2008 – Im Verein gingen die Aktivitäten nach dem eingefahrenen Programm weiter. Mitte des Monats organisierten wir einen Ausflug durch unsere engere Heimat und zwar durch die Windischen Büchel über Berg und Tal. Es war ein wundervoller sonniger Tag. Zunächst besichtigten wir die Fabrik »Paloma« mitsamt ihrer Produktion in Sladki vrh. Obwohl der Ort »vrh« (Berg) heißt, liegt er im Tal an der Mur. Nach der Besichtigung ging es über die Anhöhen in der Nähe weiter bis zum höchsten Berg der Büchel und zum Dorf Maria Schnee. Hier besichtigten wir zuerst die bekannte Wallfahrtskirche Maria Schnee und hörten auch ihre Entstehungsgeschichte. Dann besichtigten wir noch den Dorffriedhof und genossen die einmalige Aussicht über das Panorama der Büchel mit ihren weißen Kirchlein. Im Südwesten erhoben sich in der Ferne der Donaèka gora, Boè und das Bachern-Gebirge, im Nordosten konnten wir die österreichische Landschaft mit den schneebedeckten Gipfeln der Koralpe und die steirischen Hügel mit dem Feld von Mureck und Abstall bewundern. Voller schöner Eindrücke konnten wir am Abend nach Marburg heimkehren.
April 2008 – das Zentralthema der Planung und der Aktivitäten war die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum in Marburg anlässlich der »slowenischen Woche des Buches« unter dem Motto »Wenn das Buch dich schreibt«. Für unseren Verein war der 22. April vorgesehen unter dem Titel »Tag der Literatur der deutschen ethnischen Gruppe in Slowenien«. Das Jugendzentrum legte ein Büchlein vor mit einer Präsentation der beiden Kulturvereine der deutschen ethnischen Gruppe in Slowenien, unseres Marburger Vereins und des Gottscheer Altsiedler Vereins aus Krapflern/Pöllandl und des Ablaufs der Veranstaltungen an diesem Tag. So gab es am Vormittag eine Märchenstunde für die Jüngsten auf dem Schlossplatz, wo außer verschiedenen Veranstaltungen auch ein Verkaufsbasar für Bücher stattfand. Die Märchen wurden in deutscher Sprache erzählt vom »Märchenonkel Dietmar« und der »Märchentante Urschi« aus Österreich. Zu Mittag fand dann im großen Hörsaal der Marburger Philosophischen Fakultät die Tagung über die Literatur der deutschen ethnischen Gruppe im slowenischen Raum statt. Ihre Freude angesichts des Ausbaus des interkulturellen Dialogs durch die Präsentation der Literatur der deutschen ethnischen Gruppe im slowenischen Raum brachten in ihren Ansprachen zunächst die Prodekanin der Philosophischen Fakultät Marburg Frau Dr. Luèka Lorber, Botschaftsrat Ulrich Schmidt von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Laibach und die Leiterin des Kulturforums der Österreichischen Botschaft in Laibach Mag. Natascha Grilj zum Ausdruck. Beide Botschaften unterstützen das Wirken der deutschen ethnischen Gruppe in Slowenien und arbeiten mit ihr auch zusammen. Prof. Doris Debenjak sprach über das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein des literarischen Schaffens bei den Gottscheer Altsiedlern. Veronika Haring hat in ihrem Referat unter dem Titel »Gibt es eine Literaturszene der deutschen ethnischen Gruppe in Slowenien?« die Literatur der deutschen ethnischen Gruppe in Slowenien nach dem zweiten Weltkrieg präsentiert. Dr. Neva Šlibar sprach über die literarischen und autobiographischen Werke von Alma Karlin, die sich zur deutschsprachigen Kultur bekannt habe. Die lebhafte Diskussion nach den Referaten wies darauf hin, dass es für die Forscher und Forscherinnen noch viel zu tun gibt, denn wie Herr Dr. Bruno Hartman sagte, ist die deutsche Literatur in Marburg interessant, aber problematisch. Das Ereignis hat sein Ziel zweifellos erreicht und wie die Programmleiterin der 11. slowenischen Tage
des Buches in Marburg Frau Petra Kolmanèiè schreibt, wird es möglicherweise auch »eine kritische Betrachtung des multikulturellen Beitrags mit sich bringen, den die Literatur der deutschen ethnischen Gruppe für den slowenischen Literaturraum darstellt«, es bedeutet aber insbesondere einen Beitrag zum »hochwertigen Miteinander von verschiedenen Kulturen und Überzeugungen«. Am Spätnachmittag desselben Tages wurde im »Haus des alten Rebstocks« am Drauufer unser zweisprachiges Jahrbuch »Vezi med ljudmi/Zwischenmenschliche Bindungen 2007« der breiteren Marburger Öffentlichkeit schon zum sechsten Mal präsentiert. Mit einer Ansprache wurde die Versammlung von Herrn Hofrat Dr. Alexander Majcan, Bezirkshauptmann von Bad Radkersburg in der österreichischen Steiermark beehrt. Unsere Autoren und Autorinnen haben aus ihren Prosawerken und ihrer Poesie in der deutschen Sprache gelesen, in slowenischer Sprache wurden sie von Melita Plešnik vorgelesen. Für eine ansprechende Musikbegleitung sorgte Frau Monika Herièko mit ihrem Zitherspiel. Unter dem zahlreichen Publikum, das mit seinem Besuch die Bemühungen und das Wirken unseres Vereins gewürdigt hat, hatten wir die Ehre auch Herrn Ulrich Schmidt von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Laibach und Frau Mag. Natascha Grilj von der Botschaft der Republik Österreich in Laibach zu begrüßen, ferner eine zahlreiche Delegation der Freunde von Josef Maierhofer und seiner Miteinwohner des malerischen Marktes Klöch mit dem Bürgermeister Josef Doupona an der Spitze, den zweiten Bürgermeister von Murfeld Ing. Franz Teichmeister, den Obmann des Kärntner Heimatdienstes Dr. Josef Feldner, Prof. Reinhold Reimann aus dem AKVS Südmark in Graz und zahlreiche weitere Freunde und Bekannte unseres Vereins. Der Ausklang der Veranstaltung fand bei einem vom Verwalter des »Hauses des alten Rebstocks«, der Fremdenverkehrsanstalt Marburg gespendeten Gläschen Steirerwein statt. Auch im
Mai 2008 – gab es ebenfalls eine Fülle von Veranstaltungen und Treffen. Der Monat begann mit der Teilnahme am 41. Internationalen Minderheitenseminar in Neumarkt in Weststeiermark, der jedes Jahr von der »Europäischen Föderalistischen Bewegung – Karl Brunner Europahaus Neumarkt« organisiert wird und im Schloss Forchtenstein stattfindet. Dieses Mal nahmen unsere Mitglieder Ivana Hauser, Veronika Haring und Marjan Pungartnik teil. Das diesjährige Thema war »Der Beitrag von ethnischen Gruppen zum interkulturellen Dialog«, von dem zu Beginn des Seminars Dr. Heinz Tichy (Wien) sprach. Den Beginn machte ein Tanzauftritt der Tanzgruppen aus Varaždin (Kroatien), Fünfkirchen (Ungarn) und Reºiþa/Reschitza (Rumänien) auf dem Platz in Neumarkt und eine fotodokumentarische Ausstellung von Erwin Þigla (Reschitza). Es folgten Vorträge über den Islam in verschiedenen europäischen Ländern, über die Integration der Ungarn in Wien, über Kontakte zwischen den Siebenburgenkroaten und anderen Kroaten in Österreich, über den Zuzug von Tschechen und Slowaken nach Österreich, über die Muslime in der Slowakei. Für die Slowenen besonders interessant war die Präsentation des ketzerischen Buches von Dr. Marjan Šturm und Dr. Josef Feldner »Kärnten neu denken«. Im Rahmen des Seminars fand im Schlosshof auch eine ökumenische Messe statt, die gemeinsam vom Pastor der ungarischen reformierten kalvinistischen Kirche und dem Popen der rumänischen orthodoxen Kirche aus Reschitza gefeiert wurde. Das Seminar schloss mit einer Diskussion über den interkulturellen Dialog über religiöse Grenzen hinweg am Beispiel des Banat. Am Seminar nahm auch eine Reihe von angesehenen österreichischen Gästen teil.
Kaum waren zu Hause unsere Koffer wieder ausgepackt, folgte schon das nun schon 13. jährliche traditionelle »Steirertreffen«. Dieses Mal war es an Marburg, das Treffen zu organisieren. Mit einem Reisebus kamen die Steirer aus der österreichischen Steiermark und die Steirer aus dem Banater Bergland in Rumänien zu uns.
Die Vorfahren der Steirer aus dem Banater Bergland siedelten im 18. und 19.Jahrhundert hin, als dort Eisenerz und andere Erze abgebaut und in den dortigen Hüttenwerken verhüttet wurde. Das größte Werk gab es in Resita (Reschitza – der Hauptstadt der Region Caras-Severin), wo es damals auch die größte Fabrik von Dampflokomotiven in der damaligen Donaumonarchie gegeben hat. Namen wie Steierdorf oder Wolfberg erinnern noch heute an die steirischen Siedler in diesem Raum.
Mit uns gekommen waren auch Mitglieder der »Deutschen Weltallianz« (German World Alliance) aus Kanada, den Vereinigten Staaten, südamerikanischen und europäischen Staaten. Sie hatten in den folgenden Tagen in Graz das Jahrestreffen und nutzten den freien Tag für den Besuch bei unserem Verein in Marburg.
Mit einem kleineren Bus schlossen auch wir, Steirer aus Slowenien uns an und fuhren das Drautal entlang nach Maria Neustift. Dort besichtigten wir die Wallfahrtskirche der Mutter Gottes und konnten die schönen Ausblicke im Drautal und in die Kollos genießen. Der Weg wurde über die Ausläufer des Bachern fortgesetzt, wo im Gasthaus von Stanka Megliè in Rantschach ein leckeres Mittagessen auf uns wartete. Nach dem Mittagessen ging es nach Marburg weiter. Die Gäste besichtigten zunächst die Gassen und Plätze von Marburg, besonders interessant war die älteste Sehenswürdigkeit – der alte Rebstock – darauf war es an der Zeit, sich ein wenig in unserem Verein auszuruhen. Beim Kaffee und Süßigkeiten hörten sich die »dreifachen Steirer« noch das Vorlesen der Mitglieder der literarischen Gruppe unseres Vereins, der Literaten der »Deutschen Vortragsreihe Resita« und Herrn Helge Schwab an, der fröhliche Geschichten von Peter Rosegger vorlas. Allen verging der Tag noch zu schnell. Sehr angenehm war das Beisammensein mit Menschen deutscher Volkzugehörigkeit aus allen Ecken der Welt, der Steirer aus drei Ländern und Menschen, die die deutsche Sprache mit Liebe pflegen und sie nicht als Problem sondern als Bereicherung der eigenen Heimat und ihrer Kultur empfinden. Wir verabschiedeten uns mit dem Wunsch, wir Steirer möchten uns im nächsten Jahr in Reschitza im Banater Bergland wiedersehen.
Juni 2008 – Mitte des Monats gingen unsere Deutschkurse, Sprachworkshops, der Computerkurs und der Debattenkurs allmählich zu Ende. Nur der Zeichnungs- und Malkurs wurde auf Wunsch der Teilnehmer bis Ende Juni fortgesetzt. In unseren Räumen organisierten die Kursteilnehmer eine Ausstellung ihrer Werke. Wir waren sehr froh und geehrt, dass über 50 Leute an der Eröffnung dieser Ausstellung teilgenommen haben. Das gab allen Kursbesuchern neuen Schwung für das nächste »Schuljahr«.
Eingeladen von Frau Ivanka Gruber, Obfrau des Vereins der »Österreichisch-slowenischen Freundschaft« nahmen einige Mitglieder unseres Vereins an einem Ausflug nach Škofja Loka und Idrija teil. In der Gesellschaft von angenehmen Menschen aus Österreich und Slowenien, die gutnachbarliche Beziehungen und gute Laune gemein hatten, besichtigten wir die Schönheiten dieser Gegend (für uns Steirer) im Westen von Slowenien.
Mitte des Monats erhielten wir im Verein eine sehr ungewöhnliche und überraschende Post, eine echte Überraschung.
In einem Schreiben teilten uns der Verband der Kulturorganisationen Marburg und der öffentliche Fonds der Republik Slowenien, Zweigstelle Marburg mit, dass unter den mit Medaillen und Anerkennungsurkunden für besondere Verdienste für die erfolgreiche Entwicklung und das Funktionieren der Vereinskultur in Marburg geehrten auch Marjan Pungartnik, Mitglied unseres Vereins, und die Obfrau Veronika Haring sind. Die Medaillen und Anerkennungen wurden in der Abschlussveranstaltung »Tag der Kulturvereine 2008« verliehen. Alle waren wir hoch erfreut, viele Mitglieder nahmen an der Veranstaltung teil. Zur Veranstaltung mit ihrem reichen Kulturprogramm kamen auch unsere Freunde aus Graz mit Dr. Reinhold Reimann, Obmann des AKVS Südmark an der Spitze und Frau Mag. Natascha Grilj von der Botschaft der Republik Österreich in Laibach. Die kurze Begründung der Ehrungen lautete:
Die Medaille des Verbandes der Kulturvereine Marburg für die Bereicherung des interkulturellen Dialogs erhält Veronika Haring. Veronika Haring ist Obfrau des Vereins der deutschsprachigen Frauen Mostovi/Brücken in Marburg, der sich mit Kulturveranstaltungen, einem Bildungsangebot und Veröffentlichungen um die Normalisierung der Einstellung zur geschichtlichn gewachsenen Verflechtung der slowenischen und deutschen Kultur auf unserem Boden bemüht. Multikulturalität und Mehrsprachigkeit sind die Grundmerkmale des vereinten Europas und das muss auch eine Stadt akzeptieren, die europäische Kulturhauptstadt sein wird.
Und für unser Mitglied Marjan Pungartnik:
Die Medaille des Verbandes der Kulturvereine Marburg für die Bereicherung des interkulturellen Dialogs erhält Marjan Pungartnik. Als Sekretär des Verbandes der Kulturvereine Marburg war Marjan Pungartnik unter den ersten, die in Marburg die Entstehung von ethnischen Vereinen angeregt haben, seit zwei Jahrzehnten unterstützt er sie in mannigfaltiger Weise auch bei ihrer Tätigkeit. Besonders bedeutend sind seine interkulturellen Projekte auf literarischen Gebiet, zu denen er schon hunderte kreative Menschen aus dem mittel- und südosteuropäischen Raum herangezogen hat. Es kann wohl gelten, dass Marjan eine Verkörperung des interkulturellen Dialogs ist.
Diese Medaille und Anerkennung bedeuten für unseren Verein eine große moralische Unterstützung, eine Bestätigung unserer bisherigen Arbeit und einen Ansporn für die Zukunft. Der
Juli 2008 – war Urlaubs- und Ferienzeit. Diese verbringen unsere Mitglieder jeder auf seine Art. Manchmal treffen wir uns zufällig bei einem Streifzug durch die Stadt und trinken einen Kaffee oder Saft zusammen. Und beim Abschied heißt es dann: Auf Wiedersehen im Herbst! Im
August 2008 – hat auch in diesem Jahr der Bezirkshauptmann von Bad Radkersburg Hofrat Dr.. Alexander Majcan mich und unseren Verein nicht vergessen. Auch in diesem Jahr erhielten wir die Einladung zum inzwischen schon 40. »Steiermarktag« anlässlich der Landwirtschafts- und Lebensmittelmesse in Gornja Radgona. Dieses Mal fand der Empfang am 29. August 2008 in Halle 4 statt. Wie jedes Jahr begrüßte der Bezirkshauptmann beim Empfang bedeutende und verdienstvolle Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft von beiden Seiten der Grenze. Unter anderem auch mich (Veronika Haring) und unseren Verein. Für mich und unseren Verein ist das eine besondere Ehre und moralische Unterstützung. Noch einmal herzlichen Dank. Noch besonders hat es mich gefreut, bei diesem Empfang Freunde unseres Vereins zu treffen, Frau Josefa und Herrn Josef Maierhofer aus Klöch und einige Dorfbewohner von Klöch in ihren schönen traditionellen Trachten als Begleitung der Delegation des Herrn Bezirkshauptmanns. Sie haben mir für den Dezember ein Wiedersehen in Marburg versprochen. Im
September 2008 – haben zwar unsere regelmäßigen Aktivitäten noch nicht begonnen, aber trotzdem fehlt es nie an Arbeit. Immer wieder kommt Post, die man beantworten muss, es galt das Referat für die das 8. Volksgruppensymposium der deutschen Volksgruppen in Oppeln in Schlesien (Polen) vorzubereiten. Dieses Mal fuhr aus Slowenien nur ich zur Tagung. Wir versammelten uns in Wien und fuhren nach Oppeln weiter mit einem Bus. Ich selber fuhr schon einen Tag früher mit dem Zug nach Wien. So hatte ich einen ganzen Nachmittag Zeit, mir das Zentrum von Wien wieder einmal anzuschauen, seine historischen Sehenswürdigkeiten zu bewundern und den Zauber der Großstadt mit einer sehr bewegten Geschichte auf mich einwirken zu lassen. Ich führ mit der Straßenbahn den Ring entlang, machte halt vor dem Denkmal von Maria Theresia, die zu ihrer Zeit auch im heutigen Slowenien die Grundlagen von Fortschritt und Entwicklung geschaffen hat, deren Früchte wir noch heute genießen. Ich konnte noch das Parlament, die Oper, das Rathaus besichtigen und durch die Altstadt bis zum Stefansdom spazieren. Als Abschluss des Nachmittags leistete ich mir noch einen »Wiener melange« und kehrte erschöpft ins Hotel zurück. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus nach Oppeln. Im Bus fanden sich meist alte Bekannte wieder – die Vertreter von deutschen Minderheiten aus südosteuropäischen bzw. den ehemaligen kommunistischen Ländern (Kroatien, Serbien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Slowenien) und Vertreter der Organisatoren vom Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs aus Österreich. Das Thema war dieses Jahr »Deutsche Nationalminderheiten seit 1945: Täter oder Opfer?« Das Symposium haben finanziell gefördert: das Außenministerium der Republik Österreich, das polnischen Innenministerium, das Marschallat der Woiwodschaft Oppeln und der Fonds der deutschsprachigen Vertriebenen aus dem Sudetenland, den Karpaten und dem Donauland. Für unser Wohlergehen im Tagungsort – dem wunderschönen, auch mit EU-Mitteln erneuerten Schloss in der Nähe der Stadt Oppeln sorgten Monika und Susanne aus der Organisation der deutschen Minderheit in Polen »VdG – Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Polen«. Im
Oktober 2008 – gab es zunächst ein Treffen der Vereinsmitglieder, um den Arbeitsplan für die neue »Schulsaison« 2008/2009 festzulegen. So werden Deutschkurse für Erwachsene, die Gesprächsrunde, die Sprachworkshops für die Kinder, der Zeichnungs- und Malkurs und der Computerkurs weitergehen, alles in unseren eigenen Räumen. Vereinbart und festgelegt wurden auch Datum, Inhalt und Ort unserer inzwischen schon traditionellen Weihnachtsfeier. Wir haben auch einige neue Mitglieder bekommen und haben mit unserer Arbeit und unserer Geselligkeit begonnen. Und ich persönlich fuhr auf Einladung des Vereinsobmanns der Organisation »Deutsche Vortragsreihe Reschitza« noch zur »Woche der deutschen Kultur« nach Reºiþa/Reschitza im Banater Bergland in Rumänien. Ich reiste zusammen mit den Vertretern des »AKVS Südmark« aus Graz. Diese jährlich stattfindende »Woche der deutschen Kultur« findet in mehreren Dörfern und Städten in der Umgebung der Stadt Reschitza im Banater Bergland statt. Heuer gab es Veranstaltungen in der deutschen Bibliothek in Reºiþa/Reschitza, im Dorf Steierdorf/Anina, im Städtchen Orschowa am Ufer eines Stausees an der Donau, in Ferdinandsberg und in den Städtchen Bokschan und Orawitza. Zu den Veranstaltungen kam auch der Botschafter der Republik Österreich in Bukarest, der fast für die ganze Wochen eigens wegen der Veranstaltungen aus Bukarest eingeflogen kam. Gekommen waren auch etliche Vertreter verschiedener Vereine, Kulturtätige und Vertreter von Lokalgemeinschaften und Landesregierungen von Steiermark, Tirol und Kärnten. Für uns in Slowenien ist es besonders interessant, wie gerne Menschen aller Volkszugehörigkeiten an diesen Veranstaltungen teilnehmen, man bekommt Ansprachen in deutscher, rumänischer und ungarischer Sprache zu hören. Die Vertreter der deutschen Minderheit sind – sowohl die älteren als auch die jüngeren – meist in den traditionellen Trachten gekleidet, die Frauen und Mädchen in Dirndln, die Männer in »Lodenanzügen«. So wird die eigene Volksüberlieferung gepflegt.
Mitte Oktober organisierten wir in Marburg die Präsentation des in Österreich und insbesondere in Kärnten viel beachteten Buches »Kärnten neu denken« von Dr. Marjan Šturm (Zentralverband slowenischer Organisationen) und Dr. Josef Feldner (Kärntner Heimatdienst). Die Präsentation fand im Saal des IZUM statt. Über das Buch, dessen Geleitwort vom österreichischen Staatspräsidenten Heinz Fischer stammt, sprach zuerst Dr. Josef Feldner, der darauf hinwies, dass ein gegenseitiges Vertrauen der Volksgemeinschaften in Kärnten wesentlich sei, und danach Dr.Marjan Šturm, der die Notwendigkeit des Dialogs betonte. In der folgenden Diskussion meldeten sich Renate Francky, Dr.Reinhold Reimann, Mag. Franci Pivec, DI.August Gril, Oskar Schauritsch und Marjan Pungartnik zu Wort. Sie sprachen auch über die Frage der deutschen Minderheit in Slowenien und die Notwendigkeit der Änderung der slowenischen Minderheitenpolitik. Der
November – ist jedes Jahr sehr anstrengend. Die regelmäßigen Aktivitäten laufen zwar gemäß Programm, aber die Vorbereitungen auf die Weihnachts- und Neujahrsfeier forderten viel Zeit und Arbeit. Außerdem waren die Übersetzungen, Lekturen und die Vorbereitung des Materials für den Druck für unser neues Jahrbuch 2008 abzuschließen. Und gerade im November kommen auch die Ausschreibungen des slowenischen Kulturministeriums für Projekte der nicht anerkannten Volksgemeinschaften in Slowenien heraus. Die Ausfüllung der Antragpapiere erfordert sehr viel Zeit für sehr wenig Geld. Aber es kommt auf jeden Euro an und wir müssen immer die Anträge stellen und hoffen, dass wenigstens ein kleines Bruchstück eines Projektes im Jahr 2009 so mitfinanziert werden kann.
Das wären in groben Zügen unsere Arbeit und unser Wirken im letzten Jahr. Trotz der ständigen Sorge, wie man wenigstens einen Teil der gewünschten Projekte durch das ganze Jahr wird finanzieren können, können wir mit Stolz zurückblicken und feststellen:
Wir haben es wieder geschafft!
Veronika Haring, Obfrau
Die Weihnachtsfeier des Kulturvereines deutschsprachiger Frauen „Brücken“ zu Marburg/Maribor ist jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit sozusagen Pflichttermin – sie ist, wie viele andere Vorweihnachtsfeiern vieler anderer befreundeter Vereine und Verbände, auch die unsere, eine Veranstaltung, die traditionell ihren primären Sinn in einem Rückblick auf die Aktivitäten und Leistungen des vergangenen Jahres und als ein Zeichen der Verbundenheit ihrer Mitglieder untereinander findet. Die Weihnachtsfeier der „Brücken“ war heuer aber beeindruckend anders – sie zeigte offensiveren, programmatischen Charakter, sie hat nicht rückblickend betrachtet, sondern … Weichen gestellt, vielleicht.
Kennen Sie Brahms? Brahms kennen Sie zweifellos. Ich auch. Aber kennen Sie Lannoy? Nun – ich kannte ihn nicht. Die Einladung zur Weihnachtsfeier der „Brücken“ kündigte ein Gedenkkonzert für Heinrich Eduard Josef von Lannoy an, und weil ich meine offensichtlichen Bildungslücken nicht gern aufdecken und schon gar nicht gern auf sich beruhen lasse, hab ich nachgeschlagen – und Wikipedia teilt, einerseits zu meiner Beruhigung, mit: Von seinen zahlreichen Werken nimmt die Gegenwart kaum mehr Notiz. Über die Gründe dafür schweigt Wikipedia sich allerdings aus.
„Das Problem steckt natürlich in unserer Einstellung gegenüber der Kulturgeschichte von Marburg, aus der auch die wichtigsten Beiträge der deutschsprachigen Mitbürger praktisch gelöscht worden sind“, steht dagegen in dem Programm zur heurigen Weihnachtsfeier der „Brücken“ zu lesen. Diese unzweideutige Formulierung zeugt, einmal mehr, von der Zivilcourage einer Minderheitenvertreterin, die unter jenen schwierigen Bedingungen, wie sie in Slowenien aufgrund der Nichtanerkennung, um nicht zu sagen Verleugnung einer deutschen Minderheit nach wie vor bestehen, ihrer Volksgruppe und deren kulturellen Leistungen Geltung zu verschaffen sucht. Veronika Haring, die Obfrau der „Brücken“, verweist auf die Wahl von Marburg zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahre 2012 als eine Gelegenheit, in dieser Hinsicht etwas zu ändern.
Eduard von Lannoy (1787–1853), geboren in Brüssel, gelangte 1808, als seine Familie Schloß Wildhaus/Viltuš (wenige Kilometer oberhalb von Marburg im Drautal gelegen) kaufte, nach Marburg. Er studierte Philosophie, Musik und Mathematik an den Universitäten Brüssel, Paris und Graz. Er gehörte dem Kreis hochkarätiger Wissenschaftler um Erzherzog Johann an und gab dem Grazer, auch dem Wiener Kultur- und Musikleben, u. a. als Leiter des Wiener und Mitbegründer des Grazer Konservatoriums, wichtige Impulse. Mit vielen zeitgenössischen Komponisten, darunter Berlioz, Donizetti, Liszt, Mendelssohn-Bartholdy, stand er in regem Kontakt. Musikwissenschaftlich ist er der Frühromantik zuzuzählen, sein wesentliches Verdienst dabei ist die Formulierung der zeitgenössischen Kriterien für das Lied: „Die faßliche, leichte, anspruchslose Melodie, auch für den Laien singbar, eines kurzen oder doch nicht langen lyrischen Gedichtes, ernsthaften oder scherzhaften Inhaltes; die Melodie des Liedes darf daher nur höchst selten den Umfang einer Octave überschreiten, alle schwer zu intonierenden Intervalle sollen vermieden werden, denn ihr Hauptcharakter ist die Einfachheit, ja Einfalt im besseren Sinne des Wortes; (…)“
Lieder dieser Art von Lannoy selbst waren dann – nach einer einführenden Vorstellung des Komponisten durch den Grazer Musikwissenschafter Univ.-Prof. Wolfgang Suppan, der 1959 in Graz über Lannoy dissertiert hat und diesem in der Folgezeit mit etlichen Veröffentlichungen in der musikalischen Fachwelt gewisse Geltung verschuf – im ersten Teil des Konzertes in der Interpretation der Sopranistin Nataša Trobentar, begleitet von dem Grazer Pianisten Karlheinz Donauer, zu hören. Der Reiz dieser Lieder liegt in der Tat ganz besonders in ihrer Einfachheit, ihrer Eingängigkeit, und ihre „Brauchbarkeit“ für, sagen wir: hausmusikalische Darbietungen durch einen begabten Laien bei biedermeierlichen Teestunden ist greifbar.
Als „künstlerisch beachtenswerte, auf der Höhe der Zeit, nämlich des Biedermeier, stehende Komposition“ bezeichnete Professor Suppan das Grand Trio für Pianoforte, Klarinette und Violoncello (Lannoy op. 15), das anschließend von einem Trio der Musikschule Slomšek – Adriana Magdovska (Klavier), Gorazd Strliè (Violoncello) und Danijel Šegula (Klarinette) – dargeboten wurde.
Professor Tatjana Ognjanoviè (Klavier) schließlich interpretierte mit der ihr eigenen Leidenschaft und Dramatik Kompositionen von Schubert, Liszt, Schumann und Wagner, die selbstverständlich auch für sich selbst gefielen, die in diesem Konzert mit dem Fokus auf Lannoy aber eben auch diesen Komponisten in den zeitgenössischen Rahmen stellten und dem Publikum die musikalischen Ähnlichkeiten und Unterschiede vor Augen, vielmehr Ohren, führten.
Ich kann nicht umhin zu sagen: Diese Veranstaltung geht bei mir nicht durch als bloße Weihnachtsfeier der „Brücken“ – diese Veranstaltung war mehr: ein kräftiges Lebenszeichen der deutschen Minderheit in Marburg, zweifellos; aber wohl auch ein gewichtiger Beitrag zum kulturellen Leben Marburgs in der Gegenwart, und das ist meiner Ansicht nach das beste, was wir uns von den Aktivitäten eines „Kulturvereins“ wünschen können.
(Aus »Lot und Waage«)
Mag. Bärbel Hackl
Lannoy 1808-2008
Montag, 15. Dezember 2008, um 19. Uhr
Rittersaal Landesmuseum Marburg
Grajska ulica 1, Maribor
Prof. em. Dr. WOLFGANG SUPPAN
Lannoy – Ein Marburger in der europäischen Musikgeschichte
NATAŠA TROBENTAR und Prof. Mag. KARLHEINZ DONAUER
Lannoy: Op. 46.
Frühling Liebster (Friedrich Rückert)
Die Nachtigall (Friedrich Rückert)
Aus den Schilfliedern von Lenau
Lannoy: Op. 47.
Gestillte Sehnsucht (Friedrich Rückert)
Der Engel der Geduld (H. M.)
Liebesfrühling (Friedrich Rückert)
TRIO DER MUSIKSCHULE A. M. SLOMŠEK
Adriana Magdovska, Gorazd Strliè, Danijel Šegula
Lannoy: Op. 15
Trio für Klavier, Klarinette und Cello, 1. Satz
Prof. TATJANA OGNJANOVIÈ
Schubert: Ungarische Melodie
Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 5 "Heroisch-elegisch"
Liszt: Der vergessene Walzer (Valse oubliée)
Schubert, Liszt: Ave Maria
Schumann, Liszt: Widmung
Wagner, Liszt: Isoldens Liebestod
Die Veranstaltung haben ermöglicht:
Botschaft der Republik Österreich in Laibach
Steirische Landesregierung
Kärntner Landesregierung
Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz
Verband der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien
Kulturverein deutschsprachiger Frauen »BRÜCKEN«
lädt Sie herzlich ein zur Präsentation des Buches
Kärnten neu denken
Zwei Kontrahenten im Dialog
Autoren: Dr. Josef Feldner und Dr. Marjan Sturm
Am Dienstag, den 14.Oktober 2008, um 18 Uhr im Saal des IZUM Prešernova
ulica 17, Marburg
PROGRAMM
Musikalische Einführung
Begrüßung
Josef Feldner und Marjan Sturm: Zum Buch
Diskussion
Musikalischer Ausklang
Das Buch zeichnet den Dialog- und Lernprozess zweier Hauptakteure im jahrzehntelangen Konflikt in Kärnten nach. Es zeigt nicht nur, dass ein konstruktiver Dialog in Kärnten möglich ist, sondern auch wodurch er ermöglicht wurde und wie er weitergeführt werden könnte.